Jemnice

Region Renaissance

Die Stadt Jemnice gehört zu den ältestens Städten in Mähren. Sie entstand als Festung an der Stelle einer Grenzburg aus der Wende des 11. und 12. Jh. Die Stadt wurde am Anfang des 13. Jh. als königliches Gut gegründet, auf der Kreuzung der Handelswege bei der Furt über den Fluss Želetavka und befand sich auf Gold- und Silberlagern. Der Beweis dafür ist der Name der Stadt. Jemnice war Sitz der „jamniks“ (Jáma = Grube), welche das Erz aus den Gruben heraushoben, d.h. Bergleute. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1226. Im Jahr 1227 ordnete der böhmische König Přemysl Otakar I. an, diesen Sitz zu befestigen und seine gewaltigen Festungsmauern wurden zur Stütze des königlichen Rechts im südwestlichen Mähren. Die grösste Blüte erreichte die Stadt zur Zeit der Herrschaft der Luxemburger, welche der Stadt weitreichende Privilegien erteilten. In dieser Zeit hat auch das Volksfest „Barchan“ seine Wurzeln, welches alljährlich am Sonntag nach St. Veit veranstaltet wird.


Es erinnert an eine Begebenheit aus dem Jahre 1315, als auf der Burg von Jemnice Eliška Přemyslovna weilte, deren königlicher Gatte Johann von Luxemburg im Osten von Mähren mit dem von Mathias Trenčianský geführten ungarischen Heer Krieg führte. Nach dem Sieg über die Ungarn sandte der König nach und nach vier Kuriere, damit sie der Königin die freudige Botschaft von dem Sieg bringen. Die erfreute Königin wollte die Kuriere irgendwie belohnen, aber Geld hatte sie nicht, denn der König kämpfte immer wieder irgendwo. Also schenkte sie dem ersten Kurier eine „Barchent-Jacke“, der zweite bekam Strümpfe, der dritte ein Tuch und der vierte ein Blumenkränzchen. Auch bei der heute gehaltenen „Barchan“-Feier bekommen vier Kuriere die gleichen Geschenke.

Text Mgr. František Bukvaj

 

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Poslední aktualizace: Juli 2007