Die Stadt wurde rund um die Wende des 12. und 13. Jahrhunderts auf der Kreuzung
der historischen Handeslwege Lovětínská und Humpolecká gegründet. Sie liegt
im Tal des Baches Třešťský potok, umgeben von bewaldeten Hügeln, mit dem
höchsten Berg Spičák (734 m), auf dem sich eine Naturreservation mit Resten
des ursprünglichen Urwaldes befindet.
Das älteste architektonische Denkmal ist die Pfarrkirche des Hl. Martin,
über die die erste Erwähnung aus dem Jahre 1349 stammt. Sie befindet sich
in der Nähe des Schlosses, welches aus der ursprünlgichen Festung im 16.
Jh. erbaut wurde und von 15 h englischen Parks umgeben ist. Im Jahre 1983
wurde das Schloss der Tschechosl. Akademie der Wissenschaften übergeben,
welche es auf ein Schlosshotel und Studienzentrum umbaute, wo zahlreiche
wissenschaftliche Konferenzen, Seminare und Treffen veranstaltet werden.
Die Dominante des Marktplatzes von Třešť ist die Kirche der Hl.Katharina
aus dem 16. Jh. und das Schulgebäude aus dem Jahre 1890, der ersten tschechischen
Bürgerschule in Mähren. Im Zentrum der Stadt befindet sich die ehemalige
jüdische Synagoge, welche an die starke jüdische Gemeinschaft erinnert und
am Rande der Stadt ein grosser jüdischer Friedhof mit mehr als 1200 Grabsteinen.
Ein bedeutendes palastähnliches Gebäude ist das Geburtshaus von J.A.Schumpeter
(1883-1950), dem weltbekannten Ökonomen.In den Räumlichkeiten
des Hauses befindet sich heute das Museum, eine Krippenausstellung und das
Informationszentrum. Ein Gedenkort mit pietätvollem Andenken ist der ehemalige
Gefängnishof im hinteren Trakt des Stadtamtes, wo die Skulptur „Opfer der
Revolution“ installiert ist, zur Erinnerung an die Ermordung von 33 Bürgern
aus Třešť nach der Niederschlagung der antifaschistischen Revolution am
7. 5. 1945. Der Autor der Statuengruppe ist der Landsmann, akad.BildhauerJaroslav
Krechler. Hier ist auch ein Denkmal den Opfern des Holocaust aufgestellt.
In der Mitte des Marktplatzes steht seit 2002 die grösste Sonnenuhr in
Europa, 8,21 m hoch.
In Třešť ist die bereits seit 200 Jahren bestehende Tradition des Krippenbauens
lebendig. Geschnitzte Holzkrippen bewundern alljährlich tausende Besucher
nicht nur im Museum und der Dauer-Krippenausstellung, aber um die Weihnachtszeit
auch in vielen Familien in Třešť. Alljährlich wird in Třešť auch ein Schnitzertreffen
„Dřevořezání“ veranstaltet, an welchem an die 30 – 40 Schnitzer des In-
und Auslandes teilnehmen.
In der Stadt wurde eine Reihe von bedeutenden Persönlichkeiten geboren.
Die schöne Umgebung der Stadt bietet den Besuchern und Turisten angenehme
Wanderungen auf markierten Wegen oder Radtouren auf Radwegen.
text Mgr. František Bukvaj

Kostel sv. Martina

...

Kostel s. Kateřiny

Zámecký hotel

...

...
Mikroregion Telčsko, Nám. Zachariáše z Hradce 4, 588 56 Telč, tel.: +420 567 223 235, E-mail: Region Renesance
Poslední aktualizace: juli 2007